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Rezept gegen Fernweh – dreierlei vegane Tapas

Papas arrugadas, Pimientos de padron und Mojo Rojo

Während meiner veganen Phase im letzten Jahr stolperte ich teils zufällig über einige Rezepte aus der internationalen Küche, die „von Natur aus„ vegan sind. In Italien sind dies z.B. Bruschetta (Weißbrot mit Tomaten, Zwiebeln, Knoblauch, Basilikum), Spaghetti Alio e Olio (Spaghetti mit Knoblauch und Olivenöl) oder Penne al arrabiata (Nudeln mit scharfer Tomatensauce). Auch die Spanier haben tolle, rein pflanzliche Gerichte: Aus Barcelona sind mir noch Pan con tomate (Geröstetes Brot mit Tomaten, Knoblauch und Olivenöl), Patatas bravas (gebratene Kartoffeln), Almendras fritas (geröstete Mandeln), Aceitunas (Oliven), marinierte Paprika oder die folgenden drei Rezepte in Erinnerung geblieben, die ich euch heute vorstellen möchte.

Rezepte „veganisieren„? Muss häufig nicht sein! Es finden sich überall tolle Rezepte, die schon „von Natur aus„ rein pflanzlich daher kommen…

Was sind Tapas?

Tapa ist der Wortherkunft nach das spanische Wort für „Deckel„, „Abdeckung„ („tapar„ = „abdecken„). Ursprünglich wurden die kleinen Gerichte nicht auf Tellern oder in Schälchen serviert, sondern bestanden aus einer Scheibe Brot, die in den Bars als „Deckel„ für Sherry fungierten. Diese Brotdeckel wurden mit der Zeit immer kreativer belegt, bis sich daraus eine Vielzahl kleiner Gerichte entwickelte, die nun gemeinhin als Tapas bekannt sind. Auch heute noch isst man Tapas in Bars, in denen auch Bier oder Wein ausgeschenkt wird.

Vegane Tapas

Meine drei Lieblingsrezepte (die streng genommen nur zwei sind, da das dritte Rezept eine Sauce ist) sind Papas Arrugadas („Schrumpelkartoffeln„ mit Salzkruste), Pimientos de padrón (Bratpaprika mit grobem Meersalz) sowie eine Mojo Rojo (scharfe, rote Sauce).

Mojo Rojo

Diese ursprünglich kanarische Sauce hat es schärfemäßig in sich. Du benötigst folgende Zutaten:

  • 100 ml gutes Olivenöl
  • 50 ml Rotweinessig
  • 4 Knoblauchzehen
  • 2-3 rote Paprikaschoten
  • 2 rote Peperoni
  • 1 TL süßes Paprikapulver
  • 2 TL Kreuzkümmel
  • 1 TL Meersalz

Zunächst werden die Paprika gehäutet. Dies geht am einfachsten, wenn diese im Backofen bei starker Hitze erwärmt werden, bis die Haut schwarz wird. Danach lässt sich diese einfach abziehen. 

Alle Zutaten bis auf Öl und Essig werden püriert. Je nach gewünschter Schärfe können die Kerne aus der Peperoni entfernt werden. 

Wenn eine glatte Masse entstanden ist, wird langsam das Öl zugegossen. Dies ist wichtig, damit eine sämige Masse entsteht. 

Zum Schluss wird der Essig hinzugefügt. 

Die Mojo Rojo kann im Kühlschrank gut verschlossen für mehrere Wochen aufbewahrt werden.

Papas Arrugadas

Für die salzigen Runzelkartoffeln benötigst Du folgende Zutaten:

  • 1,5 kg kleine Kartoffeln, ungeschält
  • 250g Meersalz
  • Kochwasser

Die Kartoffeln werden gut gewaschen, jedoch nicht geschält, und mit Wasser und Salz vollständig bedeckt. 

Auf großer Hitze werden die Kartoffeln gekocht, bis sie gar sind. 

Anschließend wird das Kochwasser bis auf einen kleinen Rest abgegossen. Die Kartoffeln dampfen nun auf der noch warmen Herdplatte aus, so dass sich die typische, weiße Salzkruste bilden kann. 

Traditionell werden die Papas Arrugadas mit Mojo Rojo oder Mojo Verde gegessen.

Pimientos de padrón

Die in Deutschland als „Bratpaprika„ verkauften Pimientos gibt es inzwischen in vielen Supermärkten zu kaufen. Du benötigst:

  • 250g Pimientos / Bratpaprika
  • 2 EL grobes Meersalz
  • gutes Olivenöl

Die Paprika müssen zunächst gut gewaschen und abgetrocknet werden. 

Erhitze in einer Pfanne eine ordentliche Menge Olivenöl und erhitze die Pimientos darin langsam und unter häufigem Rühren, bis sie in sich zusammen fallen. Vorsicht vor zu großer Hitze! 

Wenn die Paprika gar sind, kannst Du diese auf ein Küchenpapier geben, um überschüssiges Öl aufzufangen. 

Würze die Pimientos zum Schluss mit dem groben Meersalz.

Natürlich lassen sich alle Rezepte beliebig kombinieren. Die Mojo Rojo schmeckt auch hervorragend zu Weißbrot und die Pimientos sind auch für sich alleine ein toller Snack oder eine leckere Beilage, z.B. zu Fisch.
¡Buen provecho! und Guten Appetit!

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